Latein

Unterricht

Die Unterrichtssprache ist Deutsch; gesprochen wird Lateinisch nur beim Vorlesen der lateinischen Texte. Ausspracheschwierigkeiten gibt es erfahrungsgemäß nicht, da die Wörter so ausgesprochen werden, wie sie geschrieben stehen.

Übersetzung

Die Übersetzung erfolgt ausschließlich vom Lateinischen ins Deutsche (ganz selten zu Übungszwecken umgekehrt); zwangsläufig werden daher die Vokabeln auch nur einseitig vom Lateinischen ins Deutsche gelernt; lateinische Aufsätze, Diktate, Nacherzählungen oder Ähnliches gibt es nicht.

Für das Studium

Über weitere Abschlußmöglichkeiten informieren die Lateinlehrerinnen und -lehrer.
Natürlich kann man das Kleine Latinum auch an der Universität nachholen. Diese sog. Crashkurse sind allerdings aufgrund der besonderen Lernbedingungen relativ ungünstig (überfüllte Kurse, Zeitdruck, hohe Abbrecherquoten).

Anmerkung: Fundierte Lateinkenntnisse sind für eine Reihe von Studienfächern bzw. Studienabschlüssen erforderlich, meist in Form eines Latinums. Der Schwerpunkt liegt dabei im Bereich der philologisch-historischen Fächer (Sprachen, Geschichte, Kunstgeschichte, Archäologie, Politikwissenschaft, Philosophie, Theologie, Völkerkunde u.a.); daneben werden aber auch in anderen Fachbereichen (z.B. in Jura oder Medizin) Lateinkenntnisse zumindest empfohlen; eine Pauschalaussage über Studienanforderungen ist allerdings nicht möglich, weil sie sowohl von Bundesland zu Bundesland als auch von Uni zu Uni unterschiedlich sind;

Über die individuellen Studienanforderungen informieren u.a. folgende Internetadressen:
      
http://www.navonline.de/

http://www.uni-marburg.de/ZAS/

 

Wer Latein lernt...

Unser Lehrbuch

 

Römischer Alltag

  • lernt die Römer kennen; 

Grammatik 

  • trainiert sein Sprach- und Stilgefühl und schult das grammatische Verständnis muttersprachlicher Erscheinungen;

Muttersprache

  • verbessert seine Deutschkenntnisse und damit die Fähigkeit, Texte besser zu verstehen. Man lernt, die Fremdsprache Latein kreativ in sog. "gutes Deutsch" zu übersetzen. Trotz aller Globalisierung: Jeder wird seine Muttersprache (neben der einzigen Weltsprache Englisch) dringend brauchen, um voran zu kommen. Allein schon viele Abiturfächer verlangen sogenannte "muttersprachliche Kompetenz" (vor allem Geschichte, Politik, Religion, Erdkunde, aber auch andere). Vielen Schülern werden die grammatischen Erscheinungen und Begriffe erst an der "Modellsprache" Latein bewusst. Außerdem leben wir im Kommunikationszeitalter, in dem man sehr viele Informationen genau erfassen und intelligent ordnen muss. Diese Fähigkeiten vermittelt der Lateinunterricht in besonderem Maße;

Sorgfalt

  • wird in besonderem Maß dazu erzogen, sorgfältig zu arbeiten, genau hinzusehen, auf kleine Unterschiede zu achten, exakt zu lesen. Die genaue Textbeobachtung stellt eine Schlüsselqualifikation dar. Hierbei werden Konzentration und Ausdauer geschult, Eigenschaften, denen weit über die Schule hinaus große Bedeutung zukommt. Es wird beispielsweise behauptet, dass diese für Latein charakteristische Arbeitsweise dem Trend zur Oberflächlichkeit und der durch die Medienvielfalt entstandenen "Zapper"-Mentalität entgegenwirkt;

 Denkvermögen

  • schult sein Denkvermögen, weil Latein eine Reflexionssprache ist, also eine Sprache, bei der man nachdenken (reflectere) kann. Jede Lateinstunde gibt ein Rätsel auf, das man mit intelligentem Nachdenken lösen muss. Das macht vielen Spaß, besonders denen, die ihren Verstand mögen und einsetzen wollen;

Europa

  • erhält insbesondere Einblicke in Themenbereiche, die die Grundlagen der europäischen Kultur bildeten. Zur Entwicklung einer europäischen Identität ist das Wissen um die Gemeinsamkeiten der Europäer sehr förderlich. Römische Kultur hat weite Teile Europas, Nordafrikas und des Nahen Ostens geprägt. Dies gilt nicht nur für den internationalen Kulturwortschatz, der in allen europäischen Sprachen im Wesentlichen lateinischen Ursprungs ist (s.u.!). Bis heute entnehmen Schriftsteller, Musiker und bildende Künstler einen wichtigen Teil ihrer Themen und Motive griechisch-römischer Überlieferung;

Fachsprachen

  • hat keine Angst vor alltäglicher und wissenschaftlicher Terminologie; ihm kommt der wissenschaftliche Jargon nicht spanisch oder chinesisch vor, weil er weiß, dass er lateinisch ist, z.B.:

Fremdsprachen

  • erleichtert für sich erheblich das Erlernen weiterer Fremdsprachen, z.B. (individuelle Schreibweisen mit Akzenten u. dergleichen werden nicht berücksichtigt):